Geburtsvorbereitung einmal anders

01. April 2021 | Blog

Geburtsvorbereitung – für Schwangere und Ihre Partner

Ich hoffe, Du kannst und konntest Deine Schwangerschaft genießen und alles verläuft so wie es für euch gut ist, und Du hast eine tolle passende Hebamme gefunden die Dich begleitet, während der ganzen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettphase.

Ich hatte Dir in verschiedenen Beiträgen, zur Schwangerschaft bereits ans Herz gelegt, mit Deiner Mutter über Deine Geburt zu sprechen, weil sie die Blaupause für die Geburt Deines Kindes sein wird. So enstehen z.b. auch Vorlieben oder Abneigungen für oder gegen Geburtsorte.

Wenn Ich Dir ein paar Tipps an die Hand geben darf, dann gerne diese. Schau Dir alle Möglichkeiten die in der Umgebung von ca. 1 Fahrstunde sind, an. Verschiedene Krankenhäuser, Geburtshäuser, Dein Zuhause als Geburtsort sofern Du eine passende Hausgeburtshebamme findest, und auch die Variante der Alleingeburt.

Fühl in jede diese Möglichkeiten hinein und frage Dich, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Variante hat. Und achte darauf, wie Du Dich fühlst, wenn Du Dir diese Fragen stellst und auch beantwortest.

  • Was ist Dir bei der Wahl der Geburtsumgebung wichtig?
  • Was brauchst Du um loslassen und entspannt dem Geburtsprozess lauschen zu können in Verbundenheit mit Deinem Kind?
  • Was findest Du störend?

Säugetiere ziehen sich gerne zu Geburten an ruhige, eher gedämpfte Räume zurück, die angenehm riechen. Frauen geht es auch so, wenn Sie sich geborgen fühlen, sich selbst vertrauen können, Ihren Partner als unterstützend und die Hebamme als zurückhaltend, vertrauensstärkend, in sich ruhend, begleitend wahrnehmen.

Schau Dir Deine Ängste an. Wovor hast Du Angst, was ist Dein persönliches worst-case Szenario.

  • Welche Variante der Geburtsumgebung scheitet aus weil Du Ängste hast?
  • An welchen Orten fühlst Du Dich geborgen und kannst Dich fallen lassen?
  • Was hast Du über Deine Geburtsgeschichte erfahren?
  • Und welche Gefühle steigen in Dir auf wenn Du an die bevorstehende Geburt denkst oder auch an Deine eigene?
  • Fühlt sich das was Du wahrnimmst, gut an?
  • Oder braucht es da noch Unterstützung?
  • Kannst Du belastungsfrei in die Geburt gehen oder hindert Dich noch etwas?
  • Was brauchst Du bei Dir oder um Dich herum, dass es Dir gut geht?
  • Welche Glaubenssätze oder Überzeugungen trägst Du in Dir?
  • Welche (Grusel)Geschichten kennst Du?
  • Und wie sehr beeinflussen Sie Deine Wahl?

Das Krankenhaus wird meist gewählt, weil es erstens, als die normale Variante angesehen wird. Zweitens, als die Sicherste. Es könnte ja etwas sein… Und auch, weil wir es von Klein auf, als die häufig einzige Möglichkeit vermittelt bekommen. Auch in Büchern, TV, in Gesprächen mit anderen Frauen, in der Gesellschaft, bei Frauenärzten gilt das als die favorisierte Variante, leider.

Und es spielt die eigene Geburt eine grosse Rolle. Wenn Sie mit Intervention stattfand egal welcher Art, wird das Krankenhaus oft als der sicherste Ort angenommen. Oder bei schlechter Geburtserfahrung als das Gegenteil.

Ein weiterer Tipp. Lies Dich in verschiedene Literatur ein die es von Frauen gibt die diese unterschiedlichen Geburtsvarianten erlebt haben. Such Dir z.B. facebookgruppen aus, in denen Du auf Frauen stösst, die von Ihren positiven Geburtserfahrungen berichten. Es gibt Gruppen zu den unterschiedlichen Geburtsvarianten.

Unterhalte dich mit Freuen, die auch jenseits Deiner vorgefassten Meinung, Ihre Kinder auf die Welt begleitet haben, damit Du Deinen Blick weiten kannst. Bedenke bei allem, was Du hörst, und besonders bei negativen Geburtserfahrungen, es ist die Biografie und die Erfahrung von Anderen. Deine kann ganz anders verlaufen.

Frage alle Frauen, die gerne von Ihrer Geburtserfahrung sprechen wollen, ob diese Positiv war, damit Du entscheiden kannst, ob Du das jetzt gerade hören willst. Oder ob es eher scahdet und dich verunsichert wenn sie negativ war.

Wenn Du dich aus welchem Grunde auch immer für eine Klinik entscheidest, schau welche Möglichkeiten der Geburtsbegleitung es gibt. In Pandemiezeiten frage vor allem danach, ob Dein Partner mit dabei sein darf und ab welchem Zeitpunkt. Es gibt mittlerweile auch z.B. beim Verein Traum(a)geburt e.V. Eine Geburtsverfügung/Geburtsplan der erhältlich ist und auch sehr hilfreich ist im Vorhinein festzulegen wie Du Dir Deine Geburt vorstellst. Bzw. Was Du unter keinen Umständen möchtest etc.

Auch Geburtsvorbereitungskurse sind sehr unterschiedlich. Schau Dich vorort und online um, und/ oder frage andere Frauen nach Ihren Erfahrungen.

Es gibt mentale Geburtsvorbereitung, z.B. Hypnobirthing, es gibt die „normalen“ Geburtsvorbereitungen die auch von Kliniken und Hebammen in Kursen angeboten werden. Hier geht es vor allen um die tatsächliche Geburt und deren Ablauf z.B. in der Klinik. Um Atemtechniken etc., es gibt die Bindungsanalyse, und es gibt bisher leider noch selten, Schwangerschaftsbegleitung und Geburtsvorbereitung mit psychologischer Klopfakupressurtechniken. (hier gibt es zumindest mich). Ebenso haben Hebammen mitunter hilfreiche Zusatzausbildung, z.B. Begleitung mit Akupunktur, Bachblüten, Homöopathie.

Und wichtig finde ich auch, dass Du mit Deinem Partner sprichst und dennoch letzten Endes bist Du diejenige die ein Kind auf die Welt bringt. Wenn Eure Ansichten auseinander gehen, höre auf Dein Gefühl, denn wenn Du Dir Deiner nicht sicher bist, und Dich abbringen lässt, durch wen auch immer in Deiner Entscheidung, wird es Dich wahrscheinlich schwächen. Und frage Deinen Partner auch ob er mit möchte und entscheide Du Dich ob Du ihn dabei haben möchtest. Oder ob es eine Freundin oder andere Person gibt, die Dir in dieser Situation hilfreicher erscheint. Oder ob Du ohne jemand anderen alleine gebähren willst. Oder „nur“ mit der Hebamme. Einer Doula. Oder demanden anderes. Oder mehrere. Entscheide für Dich und Dein Kind. Es ist euer Geburtsprozess.

Und es ist keinesfalls egal wie, wo und auf welche Art Dein Kind auf die Welt kommt. Es prägt sein ganzes Leben. Und wenn es anders kommt als gehofft, dann gibt es auch hier Möglichkeiten der Verarbeitung und Integration für Dich und auch für Dein Kind.

Lies am besten die bisherigen Posts zu Biografiearbeit der Phasen Schwangerschaft und Geburt nach, um Dich ein bisschen mit den Themen auseinanderzusetzen. Und falls Du wissen möchtest, was ich an persönlicher Erfahrung mitbringe. 1 Krankenhausgeburt, 2 Hausgeburten mit unterschiedlichen Hebammen und 2 stille Geburten. 2 weitere Sternenkinder „die ohne Aufsehen zu erregen“ kamen und und gingen. Sowie mein Wissen aus Weiterbildungen im Bereich Pränatalpsychologie, Geburtspsychologie etc., sowie Traumafortbildungen. Und zuletzt meine eigene Biografie die zu Beginn meines Lebens alles andere als gut, oder einfach, zu bezeichnen war. Eine katastrophale Geburt mit Nahtoderlebnissen und OP danach, mit anschließendem Krankenhausaufenthalt, damals in den 1970ern. Und all diese Umstände sind letztendlich der Ausschlag für meine heutigen Begleitungen von Frauen und Kindern allen Alters, in interdisziplinärer Zusammenarbeit in verschiedenen Lebensphasen.

Wenn Du das Gefühl hast, dass ich Dir hilfreich zur Seite stehen kann, entweder bei der Verarbeitung von etwas Belastendem, bei Ängsten, bei der Geburtsvorbereitung, beim Herausfinden was Du wirklich möchtest und brauchst, oder einfach als neutrale Beratung, oder weil Du eine Selbstandwendungsmöglichkeit kennenlernen willst, die Dich begleiten kann durch emotionale herausfordernde Zeiten, dann kontaktiere mich und wir schauen gemeinsam ob ich Dir hilfreich zur Seite stehen kann, in irgendeiner Form.

Nimm Dein und Euer Leben in Deine Hände. Für Dich, für Dein Kind, Eure Familie, und die Welt.

Alles Liebe und Gute für Euren Geburtsprozess.

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in diesem 5. Blogbeitrag der Serie zum Thema Anst, geht es um weiterführende Impulse und Gedanken zu Angst. Angst als Gefühlskraft. Das Wesen der Angst. Und die Frage wozu sie dient und wie sie aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann in der Alternativen, energetischen Medizin. Und weitere Ideen zum Umgang mit der Angst.

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