Ein persönlicher Praxiseinblick aus 2020
Heute möchte ich ein wenig aus der Praxis erzählen.
Ich begleite neben Biographieprozesse, auch in Micorcoachings Menschen die Unterstützung wünschen bei Erkrankungen.
Ich möchte Euch heute, in die möglichen Aspekte von psychischen Belastungen, bei einer C-Erkrankung mit nehmen. Teilweise sind sie mir in einer Online-Klientinnenbegleitung begegnet und teilweise ergänze ich intuitiv, was mir sonst noch so dazu an Impulsen kamen.
Die Klientin, die mich online ansprach, kam mit verschiedenen bewussten und unbewussten Ängsten und bat um Hilfe. Wir prozessierten die Ängste mit Körper- und Prozessorientierter Klopfakupressurtechnik und am Ende des Prozesses fühlte sie sich zuversichtlich, die Erkrankung gut zu überstehen, und die Ängste waren gegen null gegangen. Seitdem verbessert sich ihr Zustand täglich und sie kann den Prozess annehmen – auch die Dauer, die es braucht. Nachtrag nach zwei Wochen. Sie wurde wieder ganz gesund. Wichtig ist vor allem sich bei Covid Verdacht oder Krankheit sich an einen Arzt zu wenden. Meine Vorgehensweise kann unterstützen, doch ersetzt es den Arztbesuch nicht!
Den Fokus weiten
Wichtig war es den Fokus von der körperlichen Erkrankung auf die mentale Gesundheit zu öffnen und ihr Hoffnung zu vermitteln wieder gesund zu werden. In einer Zeit in der es die ersten Wochen Bilder von Tod, und todbringender Krankheit gab. Von diesen Bildern ausgehend sind wir in den Prozess eingestiegen.
Verschiedene Aspekte von Angst bei Covid Erkrankung in 2020
Folgende Ängste waren vorhanden:
- Angst vor Tod
- Angst vor Long Covid
- Angst vor Ausgrenzung
- Angst vor der Isolierung während der Erkrankung (hier gibt es häufig eine unbewusste Rückkopplung zu alten, oft vorsprachlichen Situationen, die dann – wenn möglich – mitverarbeitet werden kann)
- Triggerpunkte, die zurück in die Vergangenheit, zu verdrängten Situationen führen können
- Angst vor Vorwürfen
- Angst vor Diffamierung und Diskriminierung
Ich glaube, an diesem Punkt kann ich die Aufzählung im Moment so stehen lassen.
Das soziale Netzwerk
Wichtig in diesem Zusammenhang ist vor allem das soziale Netzwerk, in dem die Betroffenen sich befinden. Es braucht viele Menschen, die Nachrichten schicken, Hilfsangebote machen. Behandler*innen, die vielseitig aufgestellt sind und auch Tipps für die Immunabwehrstärkung bereit haben, sodass die betroffene Person ein Gefühl von Selbstwirksamkeit bekommt und ein Gefühl von Getragensein.
Vielschichtigkeit und Zuversicht
Ich hoffe, ich konnte mit dieser Aufzählung ein wenig dazu beitragen, die Vielschichtigkeit von dieser Erkrankung zu diesem Zeitpunkt in 2020 aufzuzeigen. Und auch Mut machen, dass wir alle selbst etwas unternehmen können – für unsere Gesundheit oder für unsere Genesung. Denn es kommt auf die Haltung, die Gedanken und die Gefühle an, die in diesen Momenten eine wichtige Komponente sind für den Verlauf, aus meiner Sicht. Und auch aus Sicht der Psychoneuroimmunologie. (Hierzu hatte ich neulich auf eine Podcastfolge aufmerksam gemacht.)
Techniken und Begleitung
Wenn Du diese Klopfakurpessurtechnik bereits kennst, hast Du nun die Möglichkeit, mal in die Aspekte hineinzufühlen und ggf. zu klopfen. Auch bereits im gesunden Zustand, denn hier ist es als Prävention ebenfalls hilfreich. Wenn Du merkst, dass es nicht alleine geht oder Du es nicht möchtest, melde Dich gerne. Ich begleite Dich.
Gemeinsame Wünsche
Ich wünsche uns allen, dass wir psychisch und physisch stabil und möglichst gesund durch diese außergewöhnliche Zeit kommen. Wenn Du begleitet werden möchtest, melde Dich gern.
Nimm Dein Leben in Deine Hände. Für Dich, Deine Familie und eine Welt in Verbundenheit und Würde.
Text strukturiert, überarbeitet in 2025, Bild KI generiert
Erhalten aus dem urspünglichen Text ohne weitere Überarbeitung und Struktuerierung möchte ich folgende Passagen:
Ich hoffe, dass es für Kollegen nützlich ist, wenn Ihnen in der Praxis dieses Thema begegnet oder auch, dass es hilfreich ist für Menschen die ich bereits begleitet habe und die EFT, KnB und andere Techniken der psychologischen Klopfakupressurtechniken in der Selbstanwendung benutzen und möglicherweise irgendwann von Covid betroffen sind.
Wichtig ist noch zu sagen, dass das Klopfen begleitend positiv unterstützen kann, wenn bereits ein Arzt, oder andere Therapeuten bei aufkommenden Symptomen involviert sind. Es ersetzt nicht den Besuch derselbigen!
Die Techniken können auch bei mittleren und schwereren Verläufen eingesetzt werden, um die Psyche zu entlasten.Die Psyche hat grossen Einfluss auf einen Heilungsverlauf- bzw. Genesungsverlauf. Je zuversichtlicher ein Mensch seiner Heilung sieht, desto besser kann dies auf Körperebene geschehen.Es gibt unterschiedliche Studien dazu, die dies in der Vergangenheit belegten. Eine Studie kam zum Ergebnis, dass bereits eine Diagnose einen Schock auslösen kann und die Blutwerte zeigen, dass die Werte an denen der Zustand des Immunsystems festgestellt wurde, die Ergebnisse eine Herabsetzung des Immunsystems um 10% anzeigten, kurz nach der Diagnose.
Beginnen wir mit möglichen Aspekten, die ich in solchen Fällen durchgehen würde, oder bereits Erfahrung gemacht habe, um den Gesamtstress, Gefühle und Gedanken sowie Stresssymptome des Körpers zu verarbeiten und zu integrieren.
Folgende Momente sind hier ausschlaggebend:
Der Moment der Nachricht, dass ein Mensch mit dem die erkrankte Person in Kontakt war, an C. erkrankte. Das ist der erste Moment einer Entstehung von Angst. Der erste Moment der innerlichen Stress auslöst. Es kann ein Angstgefühl oder ein Gefühl der Ungewissheit und Sorge sein, angesteckt zu sein.
Dies betrifft den Zeitraum der Ungewissheit. Zwischen Mitteilung und eigenem Testergebnis. Dann kommt ein positives Testergebnis. Häufig ein Schreck oder gar Schockmoment.
Es folgen erste Symptome. Angst davor wie es weitergeht und ob es schlimmer wird. Und wie schlimm es werden kann.
Hier spätestens kommen gesehene Bilder in den Medien und Gehörtes ins Spiel. Visuelle und auditive Aspekte. Sätze, die wir unbewusst, verinnerlicht haben. Bilder, die wir unbewusst, verinnerlicht haben. Die Angst machen, manchmal sogar grosse Angst, Existenzangst. Hilflosigkeit, Gefühle von Ohnmacht und Ausgeliefert sein. Von Unsicherheit und Sorge und vieles mehr.
Z.B. Bilder von Bergamo. Und später auch aus anderen Ländern.
Bilder aus Intensivstationen die uns von Anfang an begleiten. Zahlen und Statistiken.
Permanent mahnende und gefahrhinweisende Aussagen, (manchmal sogar versteckte Drohungen was alles Schlimmes passieren wird) in Nachrichten und in Beiträgen. Von Politikern. Von Virologen. Von Ärzten. Vom behandelnden Arzt vielleicht sogar. Ängste die geschürt werden von allen Seiten aus allerlei „Lagern.“ Verunsichernde Berichte und Artikel über dieses und jenes die gelesen wurden in der ganzen Zeit. (Auch hier muss genau hingeschaut und hingefühlt werden.)
Menschen die von Menschen erzählen, von denen sie hörten, dass xy passiert ist. Ebenso wie Menschen die einen leichten Verlauf hatten oder symptomfrei blieben. Alle versch. gehörten Geschichten, können Ladung haben oder eben als Gegenüberstellung der Angst dienen. Deshalb auch hier hinschauen. Aussagen von Familienmitgliedern und anderen Personen des Alltages können belastend wirken.
Was auch belastend ist, ist dass es keine Referenzerfahrung mit dieser Erkrankung besteht. Da sie das erste Mal erlebt wird und nicht genau vorhersehbar ist wie sie sich entwickelt. Denn sie scheint einerseits klare Risikogruppen zu erreichen mit unterschiedlichen Verläufen, andererseits scheint sie auch unberechenbar, sogar ganz Gesunde können schwer oder gar mit tödlichem Ausgang betroffen sein.
Was uns C auf alle Fälle bringt selbst wenn wir nicht betroffen sind bisher. Die Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod. Auch hier genau hineinfühlen, ob hier Ängste bestehen und diese gegebenfalls mitverarbeiten und integrieren.
Dadurch dass ständig von der Gefährlichkeit des Viruses berichtet wird und von den Intensivbetten, bleibt in den Betroffenen kaum „hängen“, dass es sehr viele symptomatische oder leichte Verläufe gibt. Und auch mittlere Verläufe. Im Kopf haben wir häufig nur die ganz schweren Verläufe, da wir täglich davon hören. Auch das wieder ins Bewusstsein zu bringen, halte ich für wichtig. Dass die Chance immer besteht, selbst bei alten Menschen oder bei Risikopatienten, dass die Verläufe mild sein können.