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Der etwas andere, sehr persönliche Einblick in mein Leben – ein Lebensabriss

Ich bin Claudia Susanne Wallisser, freiberuflich tätig als Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet Psychotherapie, Coachin, Mentorin und staatl. geprüfte Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing.

Ich bin verheiratet und wir leben mit unseren 3 Kindern (und 3 Sternenkindern im Herzen) und einer Hündin im Umland Giessens.

1970 begann mein Leben im Schwäbischen. Mein Lebensanfang sowie meine frühe Kindheit waren mit traumatischen Erlebnissen versch. Art gepflastert. Nahtoderlebnisse gehörten ebenfalls dazu, ebenso wie meine Hochsensitivität und meine vielseitige Wahrnehmungsbegabung.

Im mittelständischen Familienbetrieb und auch in den nachfolgenden Anstellungen lernte ich die versch. Nöte und Probleme von Klein- und mittelständischen Unternehmen kennen. Daraus ergab sich der Wunsch Unternehmen und Institutionen zu unterstützen und dies mündete 1997 -1999 in einer Weiterbildung zur staatl. geprüften Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing.

Schon in der Pubertät setzte ich mich mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens, Spiritualität und vielen anderen „größeren Themen“ auseinander. Auf die ich damals wenig Antworten fand.

Probleme lösen und große Verantwortung in verschiedenen Kontexten zu tragen, waren ebenfalls ständige Begleiter der späten Kindheit, meiner Jugend und jungen Erwachsenenzeit – Und ich war immer auf der Suche. Mit Mitte Zwanzig begann mein Leben eine Wendung zu nehmen. Ich lernte Menschen kennen die mein Leben bereicherten, statt es zu beschweren. Ich fand erste Antworten auf meiner Suche. Ich befasste mich intensiv mit dem Thema Heilung im ganzheitlichen Sinne.

Ich bekam meine ersten beiden Kinder und immer häufiger kamen Menschen auf mich zu, mit Beratungsfragen zu verschiedenen Kontexten. Gleichzeitig kamen mit jedem Kind neue Bereiche dazu, in die ich mich hineinfand, weil es die unterschiedlichen Herausforderungen und Lebensphasen nötig machten.

Mit meiner Familiengründung kamen neue Fragen in mir auf. Und allmählich begriff ich, dass es zwischen meinem Leben mit meiner Familie, und meiner Kindheit Zusammenhänge geben musste. Musterwiederholungen. Mein emotionalen Stress als Mutter, hatte mit meinem emotionalen Stress als Baby oder Kind zu tun und anders herum. Ich fragte mich schon damals, wie denn das Leben sein müsste, damit Kinder unbeschadet aufwachsen und später Erwachsene jeden Alters leben und sich mit Freude durchs Leben bewegen, bis zum Tod.

Der Begriff Psyche und Trauma spielte damals noch keine große Rolle in der Welt der Schulmedizin. Ebenso wenig Hochsensitivität und andere „Begriffe“ und Differenzierungen der Welt der Psychologie. Körper und Psyche hatten auch noch nichts, oder nur wenig miteinander zu tun, in der Schulmedizin der 70er und 80er –  der Begriff psychosomatische  Bauchschmerzen war eine Diagnose die übersetzt hieß, nichts körperliches gefunden, muss wohl eine psychische Ursache sein, die mit Tropfen für die Verdauung behandelt wurden –  damals. Das wars.

Über Entwicklungspsychologie war wenig bekannt, zumindest in Nichtfachkreisen. Und auch Säuglinge wurden Anfang der 70 ohne Narkose operiert, weil man davon ausging, dass Sie keine Empfindungen hatten. Wie fatal – und grausam. Und garantiert mit traumatischen Auswirkungen – nicht nur bei mir, auch bei denen, die ich heute in der Praxis begleite.

Es gab wenig gesunde Aussenorientierungsmöglichkeiten die die Kinder nicht direkt entwicklungstraumatisert haben, wenn ich da so zurückblicke in die Anfänge der 2000er und davor.  Das war echt unterirdisch – im Vergleich zu heute, was pädagogisches und psychologisches Wissen anging, und ausserhalb von Fachbüchern, zu finden war. Heute wissen wir vieles, Dank vieler guter Bücher die auch für Nichtfachleute geschrieben wurden. Und auch im Internet gibt es viele Gruppen die sich über diese Themen austauschen wie bindungs- und bedürfnisorientiertes Aufwachsen möglich ist.

Mittlerweile kommt auch das Thema Transgenerationale Trauma Weitergabe und deren Auswirkungen über Generationen hinweg, ins Bewusstsein – langsam und mit bisher wenigen Möglichkeiten der Verarbeitung und Integration – doch dafür stetig.

Heute weiß ich, dass ich eine aufgrund meiner guten Intuition und meinen sehr feinen Sinnen möglich war, vieles als Mutter ganz anders zu machen, als wie alle Mütter oder gesellschaftlichen Vorgaben es vorsahen. Meine Kinder wuchsen damals schon bindungs- und bedürfnisorientiert auf – zwei Kinder wurden zuhause geboren, alle wurden nach Bedürfnis gestillt, wir verbrachten viel Zeit draußen, uvm..

Das Thema Sternenkinder (Fehlgeburten) kam Anfang 2000 auch langsam auch aus der Tabuzone. Es gab genau ein Buch – von Hanna Lothrop. Guter Hoffnung – Jähes Ende. Damals gab es mir ein paar Möglichkeiten, bei der Verarbeitung meiner Verluste, unserer ungeborenen Kinder.

2008 war wieder ein Wendejahr. Beruflich weil ich mich selbständig machte. Mit Beratung von Kleinunternehmen und ersten privaten Klienten. Und privat, weil ich mich trennte.

Schon seit 2000 begann für mich die Aufarbeitung meiner Lebensgeschichte. 2008 begann hier eine noch intensivere Phase. Mit verschiedenen Methoden versuchte ich eine Verarbeitung meiner Erlebnisse. Die wirkliche und nachhaltige Verarbeitung und Integration meiner eigenen, vor allem den frühkindlichen traumatischen Erlebnissen, begann vor ca. 5 Jahren mit dem Beginn meiner Ausbildung zum Professional der psych. Klopfakupressurtechnik knB. Gleichzeitig legte ich meine Heilpraktikerin für Psychotherapie Überprüfung vor dem Gesundheitsamt ab. Und machte parallel eine Trauma Onlineweiterbildung zum Thema Entwicklungstrauma, befasste mich intensiv mit Entstehung und Auswirkung pränataler und postnataler Traumatisierung, Geburtstraumatisierung, Gewalteinwirkungen etc., bis es zuletzt in der Auseinandersetzung mit transgenerationaler Trauma Weitergabe endete.

Ich las jede Literatur zu diesen Themen, von allen mir bekannten Größen der Traumaforschung und beschäftigte mich eingehend mit den versch. therapeutischen Methoden der Verarbeitung und Integration von den versch. Trauma-Arten. Ich verstand mich und mein Leben, die Zusammenhänge von Trauma-Arten und Auswirkungen im Leben einzelner Betroffener, dem Umfeld, der Gesellschaftlichen Auswirkung. Doch alleine das Verstehen, brachte noch nicht die Lösung.

Das änderte sich mit der psycholog. Klopfakupressurtechnik knB, nebst der system. Variante ESB in Kombination. Und diese kombiniert mit meiner intuitiven Art und meinen immer feiner werdenden Wahrnehmungen. Mit KnB und ESB und in Begleitung einer Homöopathin und Osteopathie/Craniosacraltherapie ging ich meinen Weg. Es war ein langer steiniger Weg mit vielen Höhen und Tiefen.

Doch er hat sich gelohnt. Mein Ziel, mir die zweite Lebenshälfte nicht mehr durch unbewusste Auswirkungen von längst vergangen traumatischen, lebensbedrohlichen Situationen bestimmen zu lassen, sondern zur Lebensgestalterin zu werden – bin ich schon sehr weit gegangen. Und gehe diesen Weg immer weiter- für mich und für Andere. Ich bin bei mir angekommen – die Suche hat ein Ende.

Heute kann ich sagen, dass ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und meiner Weiterbildungen weiss, was traumatische Erfahrungen für Auswirkungen – sowohl individuell, als auch gesellschaftlich und volkswirtschaftlich – haben und welche Wege es heraus gibt. Eine Wegemöglichkeit davon gebe ich weiter.

Ausblick

Gleichzeitig erwacht in mir der Wunsch, Menschen über Psyche und Lebenszusammenhänge und Trauma aufzuklären und neue Wege einzuschlagen – einerseits um Trauma nicht weiterzugeben und als Traumaprävention – andererseits um Menschen neue Lebensweisen aufzuzeigen und ein Bewusstes Sein zu erschaffen. Jungen Menschen bereits dieses Wissen weitergeben. Und auch bei Eltern eine neues Bewusstsein zu schaffen.

Dazu gehört auch das Zusammenleben und arbeiten in Organisationen, Institutionen und Unternehmen. Zusammen leben – in Verbindung und in Würde! Von Anfang an. Übergreifend. Damit es auch hier keine Spaltung mehr gibt, sondern zusammenhängend übergreifend zusammengearbeitet werden kann – denn bisher sagt jedes in sich geschlossene System, dass es innerhalb seiner Möglichkeiten und Rahmens, wenig tun kann, oder nicht dafür zuständig ist oder dass, es (z.B. Trauma, Verhaltensauffälligkeiten, psych. Probleme etc.) innerhalb der Struktur nicht zu leisten ist. So verwalten wir schwierige Lebensgeschichten und schieben sie immer weiter, statt zu handeln – gemeinsam für eine (psychisch) gesunde Gesellschaft. Menschen allen Alters werden ausgegrenzt, statt Hilfsangebote unterbreitet.

Denn die Kinder von heute sind die tragende Gesellschaft von morgen und wir die Alten. Und dann bestimmen die Kinder von heute wie mit uns morgen umgegangen wird – und da werden wir die Früchte ernten, die wir gesellschaftlich gesät haben. Und deshalb möchte ich einen neuen Weg gehen, einen der Gemeinschaft – verantwortlich – für mich und Andere und allem Lebendigen. Soweit ich das meine dazu tun kann.

Zum Schluss

Ich bin dankbar für die Menschen, durch die ich alles (psychisch) in jungen Jahren überleben konnte, was mir widerfuhr, Menschen die vereinzelt am Weg standen und mir Halt und Kraft gaben, ohne es zu wissen, die mich angenommen haben, wie ich war. Und ich bin dankbar, für die die meinen Weg säumen und säumten, die mich begleiteten bekannter oder unbekannterweise, die mir Inspiration waren. Und bin dankbar, für meinem Mann der mich begleitet – bereits 10 Jahre. Und meinen Kindern, die mich dazu brachten mich stets mit Neuem auseinander zu setzen und Mensch Sein in allen Lebensphasen neu zu betrachten und leben lernten, die mich dazu veranlassten, meinen Weg in meine schmerzhafte Vergangenheit anzutreten, damit mein Wesen sich wandeln konnte und heute erstrahlen kann. Und ich bin auch mir dankbar, dass ich nie aufgab und nie die Liebe und das Verständnis verlor und trotz allem, weder psychisch krank wurde, noch mich in krankmachenden Süchten verloren habe, und immer wieder Hoffnung fand, um weiter zu machen oder neue Möglichkeiten (er)fand um weiter zu gehen. Und ich freue mich, auf all die Menschen die dieselben Visionen haben und diesen Wandel mitgestalten wollen.

 

Mein Lebensleitspruch:

Werde wer Du sein willst, nicht wie andere Dich haben wollten oder wollen, oder wie Du wurdest, weil du sein wolltest, wie die Anderen oder Dir keine andere Wahl blieb als zu werden zu was sie dich machten.

Sei Du selbst! Lebe Deine Einzigartigkeit! Lebe Dein Bewusstes Sein! In Liebe – aus Liebe!