Was können Mütter bei Kinderängsten tun?

18. Dezember 2021 | Biographieprozesse, Blog, Dies und das, Impulse

Heilsame Biographieprozesse

Nachdem es im letzten Post über unsere eigenen Kinderängste und den Erfahrungen in der Kindheit ging, wie damit umgegangen wurde und wie wir es heute wandeln können, geht es heute darum, was wir als Erwachsene tun können, um unsere Kinder mit ihren Ängsten gut zu begleiten.

  • Zunächst möchte ich Dich einladen, darauf zu schauen, wie es Dir geht wenn Dein Kind Ängste hat.
    Wie fühlst Du Dich, welche Emotionen, Körpergefühle und Gedanken kommen in Dir auf, wenn Dein Kind Angst hat?
  • Und wie reagierst Du? Willst Du sie weghaben?
  • Macht es Dich ohnmächtig, vielleicht weil Du nicht weisst wie du dieser Situation begegen sollst?
  • Hast Du Strategien erlernt wie damit umgegangen werden kann?
    Und hast Du Deine psychischen Verletzungen schon heilen können?
    Was sind Ängste für Dich? Begleiter? Schutzanteile oder etwas ganz anderes?

Immer wieder im Leben gibt es Phasen, wo Ängste entstehen können. Zum Beispiel entwicklungsbedingt. So zum Beispiel im Alter von 4- bis 5 Jahren können sehr viele Ängste auftauchen. Auch andere Gefühle werden in dem Alter stärker. Und häufig kommt es für uns Eltern überraschend. Denn vorher war das ja nicht so.

Im ersten Lebensjahr wissen wir ja, dass da andauernd psychische und physische Entwicklungsschritte stattfinden. Doch über die in den nächsten Jahren, wissen die meisten Eltern wenig. Meist noch, dass es eine Autonomiephase, eine Ich-Phase zwischen 2 und 3 Jahren gibt. Und dann sind den meisten erst wieder die Pubertätsphase geläufig.

Dazwischen passieren dennoch immer wieder neue Entwicklungsschritte die sich unterschiedlich äussern. Die tiefere Gefühlswahrnehmung geht meist auch damit einher, dass die ersten bleibenden Zähne sich in den Backenzahnbereich bilden oder sichtbar werden. Es wird dann häufig auch, von der Wackelzahnpupertät gesprochen. Es gibt ein Buch mit dem Titel „Wackeln die Zähne, wackelt die Seele“ (unbezahlte, unaufgeforderte Buchempfehlung). Es hilft vielen Eltern diese Phase zu verstehen, zu begreifen was da nun passiert im Kind.

Also wie mit den Ängsten umgehen? KEINESFALLS in Abrede stellen! Keine Sprüche wie “Du brauchst keine Angst zu haben weil….” Oder “DU und deine Fantasie”.. “Da ist doch nix..” und vieles mehr.

Die beste Reaktion ist die, das Kind mit seinen Gefühlen, in diesem Fall Angst vor….. ernst zu nehmen. Und zu spiegeln. Ach, ich sehe Du hast Angst…., oh erzähl mir mal wovor Du Angst… oder was macht Dir soviel Angst. So fühlen Sie sich erst einmal gesehen, wahrgenommen und vor allem ernstgenommen.

In jungen Jahren sind Kinder noch sehr identifiziert mit Ihrer Angst und allen anderen Gefühlen. D.h. Wenn wir Erwachsenen die Angst herunterspielen, oder wir uns lustig machen etc. fühlt sich das Kind als Ganzes nicht wahrgenommen, abgewertet, beschämt etc.

  • Was können wir noch tun:
    Ins Gespräch kommen, wie oben beschrieben.
    Sie fragen, ob Ihr Kind eine Idee habt, was es nun von uns braucht um sich wieder sicher zu fühlen. Die Kleinkinder können dies meist noch nicht, da müssen wir einfach verschiedenes ausprobieren und die Kindergartenkinder und Älteren können das meist schon recht gut.
  • Möglich ist es z.B. die Angst zu malen. und dann schauen was im Angstmalprozess auftaucht.
  • Geschichten lesen in der es um Angst geht und um ihre wichtige Aufgabe. Und Geschichten in denen Helden zeigen wie sie mit Ihrer Angst umgegangen sind und sie vielleicht dadurch mutiger geworden sind.
  • Ihnen sagen, dass alle Menschen Angst vor bestimmten Dingen haben und welche Aufgabe die Angst hat und wie wir damit umgehen können, vermitteln.
  • Wichtig ist auch zu wissen, dass jede Angst,  andere Methoden zum Umgang, oder zur Überwindung benötigen.
  • Zu erklären, dass es natürliche Ängste gibt die wichtig sind, um nicht etwas Gefährliches zu tun z.B. mit einem Fahrrad auf einen Abgrund loszufahren. Höhenangst um nicht von 30 m Höhe zu springen, um sich sehr zu verletzen oder zu sterben.
  • Je nach Alter sind die Ängste auch sehr unterschiedlich in Ihrer Erscheiungsform und in jungen Jahren sind es Ängste, die wenig mit Realität zu tun haben. Z.B. Angst vor Monstern und Vampieren. Hier helfen z.B. Monstersprays, unters Bett gemeinsam schauen, die Tür offen lassen.
  • Elterngruppen z.B auf fb haben dazu immer und überall reichlich Erfahrungstipps von Eltern die diese Phase schon erlebt haben. Hier gilt das Motto von den Erfahrungen der anderen zu profitieren und asuzuprobieren, was zur eigenen Familie passt. Hier gibt es also die Möglichkeit Schwarmwissen zu nutzen.
  • Wenn die Ängste mit Situationen zu tun haben. Z.B. ein Mensch oder ein Tier ist krank geworden oder gestorben oder weggezogen, dann kann (wie auch bei Monsterangst) verschiedenes helfen wie z.B. psychologische Klopfakupressurtechnik KnB, EFT und Andere. Diese kann von den Eltern erlernt werden, oder Eltern und Kinder erlernen sie gemeinsam z.B. online bei mir. Sie sind für die Selbstanwendung konzipiert und in jedem Alter alleine oder mit den Eltern anwendbar. Hier lernen die Kinder selbstwirksam zu sein. Sie selbst können jederzeit etwas für ihr Wohlergehen lernen und das nicht nur bei Ängsten, sondern auch in vielen weiteren Situationen hilfreich ist. Sie dienen der Stressverarbeitung und sind lebenslang eine nützliche Hilfe, bishin zum Sterbeprozess.
  • Daneben, und auch gut kombinierbar, gibt es Jin Shin Jyutsu. Das einfachste was ein Kind hiermit selbst tun kann, ist als sogenannten Kurzgriff, den rechten Zeigefinger mit der linken Hand umhüllen und halten. Der Zeigefinger der rechten Hand hat mit der gegenwärtigen Angst und deren Bewältigung zu tun. Der linke Zeigefinger mit der vergangenen eigenen Angst oder der Angst die aus der Ahnenlinie kommt. Auch diese Methode biete ich im Coaching zur Selbstanwendung an. Und das nicht nur für Kinder😉
  • Weitere Möglichkeiten zur Unterstützung bieten Homöopathie und Bachblüten, hierzu braucht es eine fachkundige Person. Auch hier habe ich sehr gute Erfahrungen bei Klienten allen Alters gemacht.

Wenn die Kinder grösser sind können noch weitere Ängste hinzukommen. Klassenarbeit, Mitschüler, Lehrer, Versagensangst, Perfektionismus, Liebeskummer, Verlustangst und vieles mehr.Auch hier können die vorgestellten Möglichkeiten gute Unterstützung leisten. Hier wird es immer wichtiger zu Verstehen, was Angst ist. Was es für Körperreaktionen gibt, welche gesunden Ängste es gibt, welche Funktion sie hat, was sie machen können um mit ihnen umzugehen, wo es Hilfsmöglichkeiten gibt, wenn es Ihnen alleine nicht gelingt.

Im nächsten Post geht es dann nocheinmal, um das Wesen der Angst.

Wenn Du Fragen hast zu diesem Thema, dann melde Dich gerne.

Wenn Du die Techniken und Methoden die ich anbiete, für Dich kennen und nutzen möchtest, um für Dich und Deine Kinder mehr Wohlbefinden und Selbstwirksamkeit zu erleben, oder Dich einfach aus Freude an Neuem weiterzuentwicklen, dann bist Du in meiner onlinepraxis herzlich willkommen.

Die Methoden sind nicht nur bei Angst, wundervolle, hilfreiche Begleiter, sondern auch bei vielen Themen mehr.

Ich hoffe, Du konntest ein paar Impulse für Dich mitnehmen.

Nimm Dein Leben in Deine Hände. (Im wahrsten Sinne der Worte).

Für Dich, für Deine Familie, und für eine Welt in Verbundenheit und Würde.

Das Wesen der Angst

Das Wesen der Angst

in diesem 5. Blogbeitrag der Serie zum Thema Anst, geht es um weiterführende Impulse und Gedanken zu Angst. Angst als Gefühlskraft. Das Wesen der Angst. Und die Frage wozu sie dient und wie sie aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann in der Alternativen, energetischen Medizin. Und weitere Ideen zum Umgang mit der Angst.

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